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Klaus Tönsfeuerborn war über 32 Jahre in Diensten des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts. Am 1.September 1972 begann seine Karriere als Gestütshilfswärter. Von 1978 bis 1989 leitete er die Deckstation Haus Sandfort in Olfen-Vinnum. Seine reiterliche Ausbildung im Landgestüt erfolgte unter Anleitung des legendären Obersattelmeisters a. D. Erich Philipp, des Hauptsattelmeisters a. D. Franz Kukuk, auch bekannt als „Meister der Arbeit an der Hand“ und des ersten Hauptsattelmeisters a. D. Karl Freye. Auftritte im Rahmen der Warendorfer Hengstparaden und anlässlich von Schaubildern im In- und Ausland gehörten ebenso zu seinen Aufgaben wie die tägliche Dressurausbildung der Hengste von der jungen Remonte bis zur schweren Klasse.

Schnappschuss von Max Schreiner beim Bundeschampionat 1999 - Florestan I

Im Jahre 1987 absolvierte Klaus Tönsfeuerborn seine Pferdewirtschaftsmeisterprüfung – Schwerpunkt - Reiten - mit Auszeichnung. Im Jahr 1992 wurde ihm vom damaligen Landstallmeister Dr. Lehmann das Amt des Ersten Hauptsattelmeisters übertragen. Neben der Einteilung der täglichen Dienstabläufe im NRW-Landgestüt gehörten Organisation, Training und Durchführung der berühmten Warendorfer Hengstparaden, sowie der Tag der offenen Tür, Hengstschau Aachen und Schaubilder im In- und Ausland zu seinen Hauptaufgaben. Eine seiner Stärken war sicher die Choreographie von Hengstparaden und Hengstschauen, die alljährlich ein großes Publikum begeisterten.


Mit großer Passion und viel Idealismus setzte sich Klaus Tönsfeuerborn für die Umsetzung des Sportkonzeptes ein, das im NRW-Landgestüt nach der Übernahme des Landstallmeisterpostens durch Susanne Rimkus eingeführt wurde. Sooft es seine Zeit zuließ begleitete er "Kaiser" Heinrich-Wilhelm Johannsmann mit den Landbeschälern auf die großen Turnierplätze und sammelte dort neue Erfahrungen und knüpfte Kontakte, die sowohl dienstlich dem Landgestüt, als auch ihm privat bis heute sehr zu gute kommen. Auch die Nachwuchsriege der Sporthengste im Gestüt lag ihm sehr am Herzen und so hatte er auch sicherlich seinen Anteil an den großen Erfolgen, wie z.B. den Sieg Fidermarks unter Michael Farwick im Bundeschampionat der Vierjährigen Hengste 1996 oder dem Gewinn der Weltmeisterschaft der sechsjährigen Dressurpferde im Jahr 2000 in Arnheim, wo Laurentianer, ebenfalls unter Michael Farwick, nicht zu schlagen war.

Foto: Mense

Potsdam NRW "Kaiser Johannsmann"

Gralshüter unter Heinrich - Wilhelm Johannsmann

Prosario NRW mit dem "Kaiser"

Foto: Mense

Fidermark - Bundeschampion unter Michael Farwick

Marcus Döring, der für den Springnachwuchs zuständig ist, hat Klaus Tönsfeuerborn auch viel zu verdanken. So wurden etliche Landbeschäler für die Bundeschampionate qualifiziert und in der weiteren Ausbildung bis in die schwere Klasse gebracht, wo die Hengste Polany, Amantus und Cordobes I erfolgreich waren. Einer der schönsten Erfolge war der Gewinn der Bronze-Medaille von Cordobes I und Marcus Döring anläßlich der Westfälischen Meisterschaften 2003 in Steinhagen.

Foto: Mense

Cordobes I unter Marcus Döring

Reiterliche Fortbildung

Für seine reiterliche Fortbildung waren die Jahre von 1993-1998 sehr prägend. In dieser Zeit bildete Klaus Tönsfeuerborn sein Paradepferd "Festivo" bis zur Grand Prix Reife aus. Er besuchte regelmäßig die Lehrgänge der beiden Reitmeister Jean Bemelmans und Johann Hinnemann am DOKR in Warendorf und fuhr zusätzlich hin und wieder mit Festivo nach Voerde zu Jo Hinnemann. Festivo ging nach dem CHIO in Aachen 1998, wo er unter Klaus Tönsfeuerborn die "Große Dressurquadrille der Landgestüte" anführte, in den Stall von Coby van Baalen, wo er zunächst mit ihr auf Anhieb international mit Erfolg im Dressursport eingesetzt wurde und später im Junioren und Junge-Reiter-Bereich unter Danielle van Aalderen (NL) erfolgreich an Europameisterschaften teilnahm.

Foto: Toffi

Festivo - Aachen 1998

Mit der Hengstparade am 3. Oktober 2004 nahm der 1. Hauptsattelmeister a.D. Klaus Tönsfeuerborn Abschied aus Warendorf und zog mit seiner damaligen Lebensgefährtin Andrea Pollich nach Niederbayern auf die Anlage ihrer Eltern, den Reiterhof Bad Füssing. Hier haben die beiden gemeinsam einen überaus erfolgreichen Zucht- und Ausbildungsstall betrieben aus dem Prämienhengste, Siegerstuten, Top-Auktionsfohlen und Dressurpferde mit Erfolgen von Basisprüfungen bis hin zur schweren Klasse hervorgingen.

Abschied als Hauptsattelmeister beim Bundeschampionat 2004

Nach Beendigung der Beziehung ging Klaus Tönsfeuerborn in das benachbarte Österreich auf die Anlage des URSC Sighartstein in Neumarkt am Wallersee. Seit Mai 2010 bildet er hier mit seiner neuen Lebensgefährtin Katharina Rothenpieler weiter erfolgreich Pferde aus, die mittlerweile auch schon wieder Siege und Plazierungen von Dressurpferdeprüfungen bis Dressurprüfungen der Klasse S vorweisen können. Außerdem bietet er Reitunterricht an und gibt Dressurlehrgänge im In-und Ausland.

Foto: Glaser